Rahmenprogramm zur Ausstellung Kopfüber

Karrierewege

Gespräch mit Christine Schiewe, Jan Brokof und Theo Boettger
über Lebens- und  Karrierewege

Claudia Syndram und Peter K. Koch arbeiten für den HfBK Dresden Career Service

Termin:              Mittwoch, 2. Mai 2012

Zeit:                     16:30 – 18:00 Uhr

Was ist das – eine Künstler-Karriere? „Pfeil nach oben. Und dann oben bleiben.“ Auf diese griffige Formel bringen viele junge Künstler, was sie von sich in der poststudentischen Zukunft erwarten.  Doch ist eine solche Erwartung für die meisten weder realistisch noch hilfreich. Was bedeutet überhaupt „oben“?  Zahlreiche Ausstellungen, Verkäufe mit sprudelnden Gewinnen? Gemeint ist meist nicht das gegen Kunst eingetauschte Geld, sondern materielle Unabhängigkeit als Voraussetzung für künstlerische Unabhängigkeit, gemeint ist die Teilnahme am Diskurs, die Erarbeitung eines Oeuvres mit kunsthistorischer Relevanz.

Der Kunstbetrieb hat sich in den letzten Jahren enorm beschleunigt. Die Ursachen sind klar: Käufern müssen mit der Aussicht auf Gewinn neue, unentdeckte Talente angedient werden. Das Heer der zumeist freischaffenden Kuratoren und Kunstkritiker sucht ständig nach Aufmerksamkeit versprechenden Namen.  So werden Künstler-Karrieren vom Kunstbetrieb genauso schnell ausgerufen, wie sie beendet werden.  Dazu kommt, dass sich gerade der für junge Künstler relevante  Markt, der das mittlere Preissegment bedient, in der Krise befindet. Selbst Künstler, die nach dem Studium ins Programm einer Galerie aufgenommen werden, erhalten heutzutage nicht mehr die früher übliche Unterstützung.

Was bedeuten diese Bedingungen für Berufseinsteiger? Welchen Risiken sind sie ausgesetzt beim Versuch, sich ein künstlerisches Werk zu erarbeiten und sich gleichzeitig im Kunstmarkt zu etablieren? Wie kann die Karriere dennoch gelingen?

Mit freundlichen Grüßen

Stura

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