QUESTIONI D’AMORE. DIE LIEBE IN DER KUNST.




Die Klasse Macketanz lädt ein
DONNERSTAG, 31. MAI
18:00 UHR
// im Aktsaal der HfBK Dresden

Öffentlicher Vortrag
DR. ELISABETH PRIEDL
// Akademie der bildenden Künste Wien
QUESTIONI D’AMORE.
DIE LIEBE IN DER KUNST.

Theorie und Praxis der Liebe.
Liebes- und Geschlechterverhältnisse in der Kunst der Renaissance.

Liebe ist keine reine Privatsache und war es nie. Die Facetten von Liebesangelegenheiten sind weitreichend und spiegeln vielfältig gesellschaftliche, philosophische, literarische, medizinische und juridische Aspekte einer Kultur wider, wobei individuelles Begehren und Affekte offensichtlich auch  in Widerspruch zu gesellschaftlichen Normen stehen können. In der Kultur der Renaissance schienen Liebesverhältnisse aus einer positivistischen Sicht des 19. Jahrhunderts ein egalitäres Verhältnis angenommen zu haben, die Jakob Burckhardt geneigt war als „modern“ zu bezeichnen, weil sie anscheinend der Entwicklung des Individuums, auch des weiblichen, viel Raum einräumten.  „Zum Verständnis der höheren Geselligkeit der Renaissance ist wesentlich zu wissen, dass das Weib dem Manne gleich geachtet wurde.“ (Jakob Burckhardt: Die Kultur der Renaissance in Italien, 1860). Unzählige Darstellungen der Venus und von venusähnlichen Frauen in den bildenden Künsten scheinen dies zu belegen. Und dennoch: War das wirklich so? Wie können wir diese Liebesdarstellungen aus unserer gegenwärtigen Sicht interpretieren? Was sagen sie über die Geschlechterverhältnisse in der Renaissance und den Status von Frauen und Männern aus? Was können uns Bilder zeigen, worüber nicht gesprochen werden durfte?

Elisabeth Priedl studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie an den Universitäten Wien, Graz und Roma III. Sie arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Bibliotheca Hertziana am Max-Planck Institut für Kunstgeschichte in Rom, leitete von 2001 bis 2004 die Galerie KlausEngelhorn für zeitgenössische Kunst und promovierte 2004 am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien mit der Arbeit ‚Die beiden Susannen des Kardinals Girolamo Rusticucci. Zum didaktischen Bildprogramm von Santa Susanna in Rom.‘ Seit Oktober 2007 lehrt Priedl als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der bildenden Künste Wien, seit Oktober 2010 ist sie dort zudem Senior Scientist. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Italienische Kunst und Kunsttheorie der Frühen Neuzeit, nachtridentinische Kunst sowie Gender in der Frühen Neuzeit.


Aktsaal der Hochschule für Bildende Künste Dresden
Brühlsche Terrasse 1
01067 Dresden

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Klasse Macketanz
klassemacketanz@gmail.com
www.klassemacketanz.de

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