Aufruf zur Kundgebung am 03.06 !! (ACHTUNG!KUNDGEBUNG VERSCHOBEN!)

Protestaktion abgesagt – Aufruf zur Solidarität mit Hochwasseropfern

 Auf Grund der dramatischen Wetter- und Hochwassersituation in weiten Teilen des Freistaates Sachsen fällt die Sitzung des Ausschusses für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien im Landtag und somit auch die von der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) für morgen geplante Protestaktion gegen prekäre Beschäftigungsverhältnisse von Lehrbeauftragten und Studiengebühren für Studierende aus dem EU-Ausland aus.

„Viele Orte des Freistaates versinken derzeit im Hochwasser. Unter diesen Umständen erscheint uns eine Protestaktion vor dem Landtag als nicht durchführbar. Vielmehr rufen wir die Studierenden im Freistaat auf den Solidaritätsgedanken, den wir morgen von der Staatsregierung einfordern wollten selbst zu tragen und sich an den Hilfs- und Aufräummaßnahmen aktiv zu beteiligen.“ Fasst Bernd Hahn, Sprecher der KSS die Entscheidung zusammen.

Auch wenn derzeit andere Probleme im Vordergrund stehen, wird die KSS die Problematik an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig und an allen anderen Hochschulen im Freistaat weiter mit Nachdruck verfolgen.

„Im Namen der KSS wünsche ich allen Betroffenen und Helfenden viel Kraft, Durchhaltevermögen und Erfolg beim Eindämmen der Wassermassen!“ so Hahn weiter.

Prekäre Beschäftigungsverhältnisse an sächsischen Kunst- und Musikhochschulen und ihre Folgen: Studiengebühren für Nicht-EU-Studierende an der Hochschule für Musik und Theater. Was kommt als nächstes?

An der Hochschule für Musik und Theater (HMT) in Leipzig zeigen sich die
ersten negativen Auswirkungen des Sächsischen Hochschulfreiheitsgesetztes
(SächsHSFG). Die HMT ist gezwungen den §12 Abs. 3 anzuwenden, um
Studiengebühren für Nicht-EU-Studierende zu erheben, damit sie die prekären
Beschäftigungsverhältnisse ihrer Lehrbeauftragten verbessern kann. 

Die Finanzierung der Lehrbeauftragten ist nicht Aufgabe der Studierenden.
Auch nicht einer bestimmten Gruppe von Studierenden. Das ist
Diskriminierung! Der Freistaat Sachsen muss genügend Mittel bereitstellen,
damit eine qualitative Lehre garantiert werden kann. 

Wie weit soll es noch kommen?
Werden in Zukunft alle Hochschule bei finanziellen Defiziten Studiengebühren
erheben müssen, weil sie die Freiheit haben diese Einnahmequelle zu nutzen,
anstatt mehr Finanzen vom Freistaat Sachsen zu erhalten?

Im Wissenschaftsausschuss findet eine Anhörung zur prekären Bezahlung der
Lehrbeauftragten an Kunst- und Musikhochschulen statt. Wir wollen diesen
Menschen unseren Unmut zeigen. Es wird höchste Zeit, dass wir uns
zusammentun und gegen die inakzeptablen Umstände demonstrieren. 

Damit es nicht so weit kommt, treten wir an, damit die Freiheit nicht zum
Zwang wird: Keine Studiengebühren! Nirgendwo! Solidarität mit
Nicht-EU-Studierenden an der HMT Leipzig!

Treffpunkt: Montag, den 03. Juni 2013 um 12:30 Uhr vor dem Sächsischen Landtag

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