Undercover unter Nazis

Mittwoch, 30.7.2014 – 17 und 20 Uhr
Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit
Dürerstrasse 25, Dresden (großer Hörsaal)
Donnerstag, 31.7.2014 – 11 Uhr
Hochschule für Musik
Wettiner Platz 13, Dresden (kleiner Saal)
Die studentischen Vertretungen Dresdener Hochschulen laden am 30. / 31.07.2014 zu Vorführungen des Films „Blut muss fließen- Undercover unter Nazis“ des Journalisten Thomas Kuban und Regisseurs Peter Ohlendorf ein. Der Film gibt einen punktuellen Einblick in die neonazistische Musikszene, die versucht junge Menschen anzuwerben und zu radikalisieren. In Dresden häufen sich neonazistische Großdemonstrationen. Ebenso steht die sächsische Landtagswahl bevor. Daher ist es den Dresdner Studierendenvertretungen ein zentrales Anliegen die kritische Diskussion über rechtes Gedankengut weiter voran zu treiben um gegen dieses klar Stellung zu beziehen. Denn rechtes Gedankengut ist kein Randphänomen. Es nimmt seinen Anfang in der gesellschaftlichen Mitte. So werden Texte der Band „Frei.Wild“ unter dem Deckmantel des Patriotismus noch als gesellschaftlich akzeptabel wahrgenommen. Offen gehetzt wird dagegen bei Bands wie „Race War“ und „Noie Werte“. So ist auch das Zitat „Blut muss fließen“ dem antisemitischen „Blutlied“ entnommen, welches bereits von der SA verwendet wurde. Heute wird dieses wieder bei neonazistischen Konzerten gesungen. 
 
„Wir halten es für wichtig, Themen wie Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und Faschismus das ganze Jahr zum Gegenstand kritischer politischer Arbeit zu machen. Es reicht nicht zweimal im Jahr auf eine Demonstration gegen rechts zu gehen. Eine weltoffene Gesellschaft erfordert konstante Arbeit und alltägliches Engagement, alltäglichen Antifaschismus, wie dieses Filmprojekt.“ sagt Irène Mèlix, Referentin für politische Bildung der HfBK Dresden.

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