Herzliche Einladung zu Teil II IMPORT = EXPORT

EINLADUNG

IMPORT = EXPORT ist ein Ausstellungsprojekt, das die Kunstproduktionsorte Stuttgart und Dresden verbindet.

Die it’s mee gallery Stuttgart organisiert in Zusammenarbeit mit der Dresdner galerie module eine dialogische Gruppenausstellung.

Beide Städte sind mit je 5 Künstlern vertreten.

10 Augenpaare, frische Künstlerpositionen treffen sich und gestalten die Räume mit ihren Arbeiten, Ideen, Ansätzen und Interaktionen.

Die erste von zwei Ausstellungen fand im Sommer 2013 in Stuttgart statt, die zweite wird nun diesen Juli in Dresden der Öffentlichkeit präsentiert.

Vernissage ist am 12.7.2014 ab 16 Uhr in der galerie modul 8 in Dresden.

12.7.–26.7.2014, Mi–Sa: 13–18 Uhr || galerie modul 8, Kraftwerk Mitte, Ehrlichstraße 2, 01067 Dresden

www.import-gleich-export.de     www.galeriemodule.de    www.its-me-gallery.de

Kürzer geht’s nicht! Aufruf zur Demo am 25.6. in Leipzig

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KÜRZER GEHT’S NICHT! Bildung braucht Zukunft!

Demonstration am 25.6. um 13 Uhr in Leipzig.

(Ein Zugtreffpunkt für die Anreise aus Dresden wird noch bekanntgegeben)

AUFRUF ZUR DEMONSTRATION

Was sind heutzutage Kitas, Schulen, Hochschulen, Jugend- und Sozialarbeit oder Kultur noch wert?
Nicht viel, wenn es nach den Plänen der sächsischen Staatsregierung geht. Seit 2010 gibt es nur ein erklärtes Staatsziel: Den Abbau von 17.000 Stellen im sächsischen Landeshaushalt. Aber nicht nur in Sachsen wird an der Bildung Raubbau betrieben, auch in Sachsen-Anhalt und Thüringen streitet man um künftige Investitionen.
Wer heute kürzt, setzt damit die Zukunft aller Menschen aufs Spiel. Bildung ist Zukunft! Unser Kulturerbe, die Hochschulen sowie die Schulen vor Ort tragen zur Attraktivität bei, können Abwanderung verhindern und sichern somit das Fundament für die weitere Entwicklung der Regionen.
Dabei sind die Kürzungen keineswegs alternativlos, so wie es die Regierungen darstellen. Mit der Schuldenbremse hat man sich selbst verpflichtet, lässt aber Gestaltungsspielräume für ein gerechteres Steuersystem außen vor. Und selbst bei der Bund-Länder-Finanzierung für Bildungsaufgaben wird blockiert anstatt kooperiert: Wir fordern daher die Aufhebung des Kooperationsverbotes, damit Bildung endlich von Kommunen, Ländern und Bund solidarisch finanziert werden kann.
Im Freistaat Sachsen muss es einen Wandel geben, hierfür besteht am 31. August 2014 die Chance.
Wir fordern von der künftigen Landesregierung:

Die Ausfinanzierung aller Bildungsinstitutionen: Kitas, Schulen, Hochschulen, Studierendenwerke sind mehr wert!

Sachsens Hochschulen sind chronisch unterfinanziert:

Eine Anhebung von derzeit 6.350 Euro je Student*in auf den Bundesdurchschnitt von 6.830 Euro je Student*in ist erforderlich.

Die Rücknahme der Kürzung von 1.042 Stellen im Wissenschaftsbereich ist unumgänglich.

Drittmittel dürfen nicht länger zur Kompensation einer fehlenden Grundfinanzierung eingesetzt werden.

Sachsens Schulen brauchen mehr Eigenverantwortung und Personal vor Ort, um – auch im ländlichen Raum – als Bildungszentren fungieren zu können. Ebenso muss Schulsozialarbeit an allen Schulen mit Landesunterstützung ermöglicht werden.

Investitionen in Bildungsinfrastruktur: Nur in modernen Gebäuden mit entsprechender technischer Ausstattung wird ein angemessenes Lehr- und Lernumfeld geschaffen.

Prekäre Beschäftigungsverhältnisse auflösen und für verlässliche sozialversicherungspflichtige Jobperspektiven sorgen. Egal ob als Honorarkraft oder Lehrbeauftragte*r an einer Musikschule, einem Sprachenzentrum, einem Bildungsverein oder Hochschule, Befristungen, Zwang zur Teilzeit, Zwang zur Scheinselbstständigkeit und schlechte Bezahlung müssen enden.
Bildung ist Zukunft. Zukunft muss perspektivisch gedacht werden, daher fordern wir auch die Überarbeitung der Entwicklungspläne und Gesetzgebung für Schulen und Hochschulen. Nur wer auf Augenhöhe mitentscheiden darf, kann gemeinsam unsere Zukunft bestimmen.
BILDUNG BRAUCHT ZUKUNFT, DESHALB JETZT INVESTIEREN, DENN: KÜRZER GEHT’S NICHT!
Kontakt | demo@kss-sachsen.de
Info | kuerzung.wordpress.com

Den Demonstrationsaufruf samt Forderungskatalog findet ihr HIER.

Die Petition für Sachsens Wissenschaft findet ihr HIER (samt ERLÄUTERUNG).

WEM GEHÖRT DIE STADT – ein Vortrag

park fiction!
Mittwoch, 4. Juni 2014 – 16:40
HSZ 301/U (TU DRESDEN, BERGSTRASSE)
„Eines Tages werden die Wünsche die Wohnung verlassen
und auf die Straße gehen… die Wünsche werden die Wohnung verlassen
und dem Reich der Langeweile, der Verwaltung des Elends ein Ende
bereiten.“
Mit diesem Programm wurde auf der Documenta 11 ein Projekt vorgestellt,
das unter dem Namen Park fiction seit 1995 in Hamburg erfolgreich
auf die städtebauliche Um- und Neugestaltung des Hafenviertels St.
Pauli Einfluss nimmt. Entgegen dem Plan zur Privatisierung und Bebauung
mit einem millionenschweren Gebäuderiegel am Hafenrand ist es einem,
laut Selbstdarstellung, „cleveren Bündnis“ von interventionistischen AnrainerInnen,
sozialen Einrichtungen im Stadtteil, dem Golden Pudel Club,
KünstlerInnen und BewohnerInnen der ehemals besetzten Häuser in der
Hafenstraße gelungen, was Mitte der 1990er Jahre zunächst utopisch scheinen
musste: die Realisierung eines öffentlichen Parks als Widerlager zur Unterwerfung
des städtischen Raumes unter kommerzielle Interessen.
Bettina Uppenkamp ist seit 2013 Professorin an der Hochschule für Bildende
Künste Dresden. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Kunst der frühen
Neuzeit (Schwerpunkt Italien), zeitgenössischer Kunst, Geschichte und Theorie
der Geschlechterordnungen sowie ihrer Repräsentation.
park fiction!

“Gemeinsam Brücken bauen – Bürgerbeteiligung auf der kommunalen Ebene”

Liebe Studierende,

wir möchten Euch auf eine interessante Seminarreihe “Gemeinsam Brücken bauen – Bürgerbeteiligung auf der kommunalen Ebene” aufmerksam machen. Nähere Informationen zu den Seminaren findet Ihr unter: www.lokale-demokratie.de/seminare Folgende Termine und Orte stehen zur Verfügung:

– Görlitz – 23. Juni 2014, 9-16 Uhr – Stadtverwaltung Görlitz – Bautzen – 24. Juni 2014, 9-16 Uhr Landratsamt Bautzen – Meißen – 25. Juni 2014, 9-16 Uhr – Evangelische Akademie Meißen – Dresden – 28. Juni 2014, 9-16 Uhr – Umweltzentrum Dresden

Für Eure Teilnahme erhaltet Ihr ein Zertifikat. Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“. Gemäß § 24 Abs. 3 Nr. 7 SächsHSG ist der Seminarbeitrag in Höhe von 18,- Euro grundsätzlich förderfähig. Bitte setzt Euch mit Eurem StuRa in Verbindung. Mit besten Grüßen
STURA Mittweida

FSR Theaterwissenschaft der Uni Leipzig engagiert sich gegen Kürzungen

Liebe Theater(freunde), liebe Studierende und Dozierende, liebe Kultur(liebhaber_innen)!

Sicher werden einige von Ihnen es bereits wissen – in Sachsen und Sachsen-Anhalt greift momentan ein besorgniserregender Kürzungswahn in Bildung und Kultur um sich. Studiengänge und kulturelle Einrichtungen werden aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Inhalte spielen dabei kaum eine Rolle, stattdessen beruft man sich auf Zahlen, die zum Teil auf falschen Statistiken beruhen (wie der Prognose für Studienanfängerzahlen in Sachsen). Wir, die studentischen Vertreter_innen der Theaterwissenschaft Leipzig wollen etwas dagegen unternehmen! Nachdem Jahrzehnte lang in Bildung investiert, Forschungsstandorte durch harte Arbeit etabliert und Kontakte zu anderen (Kultur-)Einrichtungen, national und international geknüpft wurden, kann nicht alles auf einmal von einer kurzsichtigen und einfallslosen Regierung in den Sand gesetzt werden! In den vergangenen Monaten haben wir versucht, mit öffentlichkeitswirksamen Protesten und Aktionen auf die Missstände aufmerksam zu machen. Jetzt gilt es jedoch, vor allem die Politiker_innen dazu zu bringen, sich mit unserem Problem zu beschäftigen – schließlich sind Ende August Landtagswahlen in Sachsen.

Für den Erhalt unseres Instituts und des Wissensschaftsstandorts Sachsen gibt es eine schriftliche Petition (da Online-Petitionen vom Landtag nicht bearbeitet werden). Diese kann EU-weit unterschrieben werden und unsere Bitte an Sie ist, die im Anhang verfügbare Petition möglichst weit zu verbreiten, an jeder Ihnen möglichen Stelle auszulegen und Unterschriften für den Erhalt der Bildungs- und Kulturlandschaft Sachsens zu sammeln. Wichtig ist dabei, dass die Petition immer inklusive der Beschreibung auf Seite 1 ausgedruckt werden muss, um vom Landtag anerkannt zu werden und, dass die unterschriebenen Listen spätestens Anfang August an die auf der Petition angegebene Adresse zurückgeschickt werden.

Petition

Selbstverständlich ist das nicht unsere einzige Aktion momentan. Sowohl öffentliche Proteste als auch inhaltliche Gespräche mit Politiker_innen und vieles mehr findet momentan in Leipzig statt.

Mehr Informationen dazu finden Sie unter _http://kuerzung.wordpress.com/ <https://3c.gmx.net/mail/client/dereferrer?redirectUrl=http%3A%2F%2Fkuerzung. wordpress.com%2F>_(alternativ auf Facebook: _https://www.facebook.com/kuerzung?fref=ts <https://3c.gmx.net/mail/client/dereferrer?redirectUrl=https%3A%2F%2F www.facebook.com%2Fkuerzung%3Ffref%3Dts>_) oder über unseren Newsletter. Sie wollen in den Verteiler? Schreiben Sie uns eine Mail, Betreff: „Ich will in den Infomailverteiler“!

Feuer gefangen?? Am 25.06. findet in Leipzig eine Großdemonstration gegen die Kürzungen an den Hochschulen statt, wozu wir Sie herzlich einladen! Wenn wir Sie als Unterstützer_in auf dem „Kürzer-Blog“ bekannt machen können, dann teilen Sie uns das bitte mit und senden uns ein entsprechendes Logo oder Ähnliches zu

(siehe: _http://kuerzung.wordpress.com/leipzig/unterstutzer_innen/ <https://3c.gmx.net/mail/client/dereferrer?redirectUrl=http%3A%2F%2Fkuerzung. wordpress.com%2Fleipzig%2Funterstutzer_innen%2F>_).

Wir danken für Ihr Interesse und Engagement für Bildung und Kultur!

Der Fachschaftsrat Theaterwissenschaft Leipzig

RÜCKBLICK Agouti

agouti
Agouti sind die ungleichmäßig, mehrfarbigen Haare von Katzen und Nagern. Der Vortrag von Florian Hüttner (Künstler aus Hamburg und Bad Tölz / florianhuettner.de) hatte eine ähnliche Färbung.
Das Feld zwischen der Selbstorganisation als Gruppe und eigener bildnerischer Arbeit ist es, was mich besonders interessiert: Florian ist Teil der Galerie für Landschaftskunst (http://www.gflk.de/index.php?title=Hauptseite). Till Krause sprach im letzten Jahr bereits über die Idee einer offenen und selbstbestimmten Gruppe. Der Versuch sich ein eigenes Netzwerk im gegenwärtigen Kulturbetrieb zu schaffen, welches weniger das einzelne (Kunst/Künstler_innen) Objekt, als viel mehr einen langwierigen Prozess ins Zentrum der gemeinsamen Arbeit stellt interessierte mich. Die Frage, wie es möglich ist auch damit eine Existenzgrundlage zu schaffen, die nicht auf Kunstding = Ware gründet wurde ebenso wiederholt diskutiert. Der Seminartag stellte sich als gemütliche Runde heraus. Wir besprachen Arbeiten der Teilnehmenden, besuchten Christiane Meneke im fast leeren Kunsthaus und sahen Florians Film über Peter Fend. Fiktion und ein bisschen Utopia, aber was ist schon echt? Es war wirklich schön.

RÜCKBLICK Elena Zanichelli: „Bitte eintreten – Über das Private in der Kunst der 1990er Jahre“

ringvlAm Mittwoch den 07.05. konnten wir im Rahmen der Ringvorlesung an der TU Dresden (Privat, Politisch, Öffentlich) Elena Zanichelli, ihres Zeichens Kunstihistorikerin, Kuratorin und Dozentin u.a. an der UdK Berlin in Dresden begrüßen. In ihrem Vortrag sprach sie anhand von zwei Beispielen über „Rethoriken des Privaten in der Kunst der 1990er“. Sie beschrieb die Ausdifferenzierung einer „mobilen Grenze“ zwischen Privat und Öffentlich als symptomatisch für das Jahrzehnt. Anhand zweier Arbeiten der Künstler_innen Felix Gonzales-Torres und Monica Bonvicini unterstrich sie diese These. Was macht so ein Bild, welches in einen Raum eintreten lässt, der vermeintlich persönlich und damit auch „real“ sein soll? Wie steht das Schieben und Beschreiben des Grenzraums im Zusammenhang mit der feministischen Bewegung? Warum ist es heute so schwer, die Grenze zu sehen bzw. mit ihr zu arbeiten? Gilles Deleuze beschreibt in seinem Text „Zum Stand ästhetischer Freiheit“ den Übergang der Disziplinargesellschaft zur Kontrollgesellschaft. Einst waren es Gruppen von priviligierten Menschen, welche sich im öffentlichen Raum bewegen und damit politische Macht ausüben konnten. Doch wo diese Grenze zwischen öffentlich und häuslich, duch das permanente Streben nach Selbstverwirklichung in einem vermeintlich freiheitlichen und „liberalem“ System ausgehebelt wird wirkt die Macht durch das Individum hindurch. Dezidiert politische Aktivitäten und wirklich private Räume vereinheitlichen sich zu einem schwammigen Brei. Existiert die Grenze, welche Elena Zanichelli als so spannenden Bereich beschrieben hat überhaupt noch? Jede_r kontrolliert sich selbst, immer und überall. Die Bilder der 1990er schienen mir fast schon Geschichte zu sein. (t.s.)